Lulaseat Ratgeber

Im Auto schlafen: Tipps für den Beifahrersitz und für Pausen auf dem Rastplatz

Vom Lulaseat Team · · 4 Min. Lesezeit

Ob als Beifahrer auf einer langen Fahrt oder beim Nickerchen auf dem Rastplatz: Beim Schlafen im Auto kommt es auf drei Dinge an – den Kopf stützen, die Lücken rund um den Körper füllen und sicher bleiben. So klappt es.

Frau schläft auf dem Beifahrersitz, den Kopf in der oberen Kurve des Autokissens, unter einer Strickdecke bei Sonnenuntergang

Erste Regel: Der Fahrer schläft nicht

Dieser Ratgeber ist für Beifahrer – und für Fahrer, die mit geparktem Auto eine echte Pause machen. Wer am Steuer müde wird, muss an einem sicheren Ort anhalten und sich ausruhen oder den Fahrer wechseln: Fenster auf und Musik lauter ersetzen keinen Schlaf.

Viele Verkehrssicherheitsorganisationen empfehlen auf langen Strecken außerdem etwa alle zwei Stunden eine Pause. Diese Stopps sind der perfekte Moment für ein Nickerchen des Fahrers.

Den Beifahrersitz vorbereiten, bevor du einnickst

Autositze halten dich aufrecht – während der Fahrt sicherer, zum Schlafen aber unbequem. Ein paar Minuten Vorbereitung machen viel aus:

  • Lass die Rückenlehne während der Fahrt aufrecht: Der Gurt schützt dich am besten, wenn du normal sitzt.
  • Lehn den Kopf an die Kopfstütze und gib ihm seitlich Halt, damit er nicht zum Fenster oder zum Fahrer kippt.
  • Füll die Lücke zur Tür oder zur Mittelkonsole mit etwas Weichem, damit deine Schulter nicht auf hartem Plastik liegt.
  • Stütz Knie und unteren Rücken: Ein kleines Kissen oder ein zusammengerollter Hoodie hilft, ein Ganzkörperkissen schafft beides.
  • Lass die Füße im Fußraum, nie auf dem Armaturenbrett, und leg nichts zwischen dich und den Airbag.

Ein Kissen, das mehr stützt als den Nacken

Ein U-förmiges Nackenkissen hilft dem Kopf, aber Schultern, Arme und Knie haben weiterhin keinen Halt. Deshalb reicht ein Nackenkissen allein für ein echtes Nickerchen im Auto oft nicht aus.

Ein Ganzkörperkissen, das den Sitz auskleidet, wie das Lulaseat Beifahrerkissen, gibt Kopf, Seite und Knie gleichzeitig eine weiche Auflage – und du sitzt und schnallst dich genau wie gewohnt an. Die Möglichkeiten im Vergleich findest du in unserem Ratgeber Nackenkissen fürs Auto oder Ganzkörperkissen.

Licht, Lärm und Temperatur in den Griff bekommen

Im Auto ist es hell und laut, und die Temperatur schwankt schnell. Ein kleines Set hilft beim Einschlafen und Durchschlafen:

  • Eine Sonnenbrille oder eine weiche Schlafmaske.
  • Ohrstöpsel oder Kopfhörer mit einer ruhigen Playlist oder einem Podcast, vorher heruntergeladen.
  • Eine leichte Decke oder eine zusätzliche Schicht: Die Temperatur stellt meist der Fahrer ein.
  • Eine Wasserflasche in Reichweite, damit du beim Aufwachen nicht suchen musst.

Im geparkten Auto schlafen: Pause auf dem Rastplatz

Auf langen Strecken ist ein Nickerchen im geparkten Auto oft der beste Schlaf, den du bekommst. Such dir einen gut beleuchteten, belebten Rastplatz oder einen Ort, an dem Parken und Ausruhen erlaubt sind. In Deutschland gilt eine Schlafpause, um wieder fahrtüchtig zu werden, in der Regel als erlaubt; wo und wie lange du stehen darfst, hängt aber vom Ort ab – informiere dich über die Regeln vor Ort, besonders im Ausland.

  • Schalte den Motor aus. Lass ihn nie laufen, um dich zu wärmen – schon gar nicht in geschlossenen Räumen oder wenn Schnee den Auspuff verdecken könnte.
  • Öffne ein Fenster einen Spalt für frische Luft und weniger beschlagene Scheiben.
  • Stell die Rückenlehne zurück (erst jetzt, im Stand) und leg Kissen und Decke darauf.
  • Verriegle die Türen, bring Sonnenblenden an und behalte Schlüssel und Handy in Reichweite.
  • Stell dir einen Wecker, damit aus dem kurzen Nickerchen kein langer Schlaf wird.

Kurze Checkliste fürs Schlafen im Auto

Vor einer langen Fahrt sollten diese Dinge in Reichweite des Beifahrersitzes liegen:

  • Ein Kissen, das mehr stützt als den Nacken.
  • Eine Decke oder ein Hoodie.
  • Schlafmaske oder Sonnenbrille.
  • Ohrstöpsel oder Kopfhörer.
  • Wasser und ein Snack.
  • Ein Ladekabel fürs Handy.

Du packst für eine längere Reise? Hier ist unsere komplette Roadtrip-Packliste.

Häufige Fragen

Wie schläft man am bequemsten im Auto?

Als Beifahrer: Rückenlehne während der Fahrt aufrecht, Kopf gestützt, die Lücken an der Tür und unter den Knien mit etwas Weichem gefüllt, Licht und Lärm abgeschirmt. Steht das Auto sicher und ist der Motor aus, kannst du die Lehne zurückstellen und dich ausstrecken.

Ist es sicher, den Beifahrersitz während der Fahrt zurückzulehnen?

Sicherer ist es, die Lehne während der Fahrt aufrecht zu lassen: Sicherheitsgurte sind dafür ausgelegt, dich in normaler Sitzhaltung zu schützen. Zurücklehnen erst, wenn das Auto steht.

Wie verhindere ich, dass mir beim Schlafen im Auto der Kopf nach vorne fällt?

Lehn dich an die Kopfstütze und sorg für seitlichen Halt, etwa mit einem Kissen oder einer zusammengelegten Jacke am Fenster. Ein Ganzkörperkissen, das den Sitz auskleidet, hält den Kopf außerdem in seiner oberen Rundung.

Darf man im Auto übernachten?

Das hängt von den Regeln vor Ort ab, die sich von Land zu Land und von Ort zu Ort unterscheiden, und davon, wo du parkst. In Deutschland ist eine Schlafpause, um wieder fahrtüchtig zu werden, in der Regel erlaubt. Wähle einen sicheren, erlaubten Platz, schalte den Motor aus, sorg für etwas Belüftung und verriegle die Türen.